Innovationen für den Holzbau

 

Impressionen vom Innovationstag "Holzbau 4.0"

 

Hundegger Innovationstag Holzbau 4.0

Innovativer Wissenstransfer für erfolgreiche Unternehmen im Holzbau

Es war ein Versuch – und am Ende waren alle vom Ergebnis begeistert! Der Innovationstag „Holzbau 4.0“ wurde zu einem eindrucksvollen Get-togehter der führenden Unternehmen in der Holzbaubranche.

 

Wissenschaft trifft Praxis – mit neuen Chancen für den gesamten Holzbau. Das war der Grundgedanke, den Organisator Walter Fahrenschon von der Hans Hungegger AG dem Fachpublikum vermitteln wollte. Erstmals hatte die Hundegger AG daher nicht zu einem Innovationstag am Stammsitz in Hawangen (Unterallgäuz) eingeladen, sondern sich dafür entscheiden, ein herausragendes und erfolgreiches Unternehmen aus der Holzbau-Branche als Plattform für innovativen Wissenstransfer zu wählen.

Holzbau Hauck in Neckarbischofsheim bot hierfür ideale Voraussetzungen: Die Firma Holzbau Hauck gilt in der engen Verzahnung von modernster CAD-Software mit einem top-modernen Maschinenpark plus handwerklichem Know-how als Pionier der gesamten Holzbau-Branche. Bei Holzbau Hauck weiß der Kunde buchstäblich von der ersten Idee bis zum schlüsselfertigen Traumhaus alles in einer Hand und wird für sein Vertrauen mit einem Höchstmaß an Kundennähe und Zuverlässigkeit belohnt.
Der Qualitätsstandard bei Holzbau Hauck gilt in der gesamten Branche als Beispiel gebend und wird über den Einsatz von innovativen Planungs- und Fertigungs-technologien in Einklang mit der Verwendung hochwertiger Materialien erzielt.

 

Neben der Hans Hungegger AG als Weltmarktführer für CAD-gesteuerte Abbundmaschinen sorgten die Unternehmen cadwork, mensch&maschine, Faro, BIZS, Isocell und Balz-Maschinen als Kooperationspartner für ein in dieser Form völlig neuartiges Informations-Angebot.

Mehr als 100 Führungskräfte und Entscheider aus der Holzverarbeitung waren vom „Blick hinter die Kulissen“ des innovativen Familienunternehmens in Neckarbischofsheim begeistert. Die gelungene Mischung aus Theorie und Praxis und der fundierte Blick über den eigenen Tellerrand hinaus machten die Hundegger-Innovationstage bei Hausbau Hauck zu einem absoluten Highlight.

 

Für den wissenschaftlichen Einstieg sorgte Thomas Rohner, Professor für Holzbau und BIM und Leiter Fachbereich Holz an der Berner Fachhochschule, was angesichts eines unterhaltsamen Vortrags jedoch so gar nichts mit trockener Theorie zu tun hatte. Im Gegenteil: Rohner schaffte es gekonnt, die Besucher in seinen Bann zu ziehen und neugierig zu machen. Was hat es denn mit dem viel beschworenen “Holzbau 4.0“ auf sich? Für Rohner steht fest: Nur wenn sich Lehre und Praxis wieder mehr annähern, wird es nachhaltig gelingen, die Heraus-forderungen der Zukunft erfolgreich zu meistern. Professor Rohner: „BIM darf nicht nur ein Schlagwort bleiben. Wir alle stehen in der Verantwortung, dieses Building Information Modeling mithilfe modernster Software zu einer wirklich optimierten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung zusammen zu führen“, so der Appell des Experten, der in unterschiedlichen Funktionen auch Erfahrungen in der Praxis gesammelt hat.

 

Da ließen sich die rund 100 interessierten Besucher nicht lange bitten: In sechs abwechslungsreichen Stationen wurde in Arbeitsgruppen diese Theorie in die Praxis umgesetzt.

Der „Clou“ war natürlich die Virtuel-Reality-3D-Brille, mit der Hauck-Kunden schon durch ihr neues Haus lustwandeln können, lange bevor dieses Haus gebaut wird.
Die Erfassung sämtlicher relevanter Daten macht es möglich, das geplante Haus buchstäblich „wahr“ werden zu lassen - wenn auch nur in der virtuellen Realität, aber doch verblüffend nah an der Wirklichkeit. Wie die Kunden bei Holzbau Hauck warn auch die Teilnehmer des Innovationstages restlos begeistert: „Hier habe ich zum ersten Mal erkannt, welche Möglichkeiten Holzbau 4.0 für unsere Arbeit wirklich bedeutet.“, meinte ein Teilnehmer beeindruckt.

 

Die Gäste der Hundegger-Innovationstage bei Holzbau Hauck waren am Ende von der Innovationskraft und den technischen Möglichkeiten überzeugt und nahmen eine Vielzahl neuer Erkenntnisse mit nach Hause. Und natürlich war der Hundegger-Innovationstag „Holzbau 4.0“ auch eine willkommene Plattform, um neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Geschäftsver-bindungen auf ein neues Level zu heben.

 

Hervorragende Berufschancen und neue Winterreifen

Der Student Michael Jäckle aus Salgen wurde von der IHK für seine Bachelor-Arbeit ausgezeichnet. Das lohnt sich

Michael Jäckle aus Salgen hat allen Grund zur Freude: Der 22-jährige Werkstudent wurde für seine Bachelor-Arbeit zum Thema „Optimierung des Einsatzes von Mehrfach-Bohrkopf-Geräten durch Musteranalysen von Bohrbildern“ mit dem renommierten „Preis der schwäbischen Wirtschaft“ der IHK Schwaben belohnt.

Für die ausgezeichnete Arbeit und die gelungene Kombination aus fundiertem Fachwissen und Praxisnähe durfte sich der Informatik-Student auch über 1500 Euro Preisgeld freuen. Unterstützt wurde er von Kollegen der Hundegger AG in Hawangen, wo der 22-Jährige seine Bachelor-Arbeit in fünf Monaten erstellen konnte.

Auch wenn der Titel der Arbeit für Laien etwas sperrig klingt – für die Hundegger AG als Weltmarktführer von CNC-gesteuerten Abbundmaschinen für den Holzbau ist dieses Thema durchaus von alltäglicher Bedeutung. Kein Wunder also, dass das von Michael Jäckle optimierte Programm auch in den Maschinen bereits mit Erfolg eingesetzt wird. Für Laien erklärt Michael Jäckle „sein“ Programm so: „Bohrköpfe mit mehreren Spindeln können jetzt gezielter und effektiver eingesetzt werden. Die Maschine entscheidet selbst, wie das Mehrfach-Bohrgerät am Werkstück eingesetzt wird.“ Der entscheidende Vorteil sei eine erhebliche Verbesserung der Arbeitszeiten, denn der Anwender muss keinerlei Vorkenntnisse mitbringen und kann im Plan die benötigten Bohrlöcher einzeichnen – die neu programmierte Maschine entscheidet dann aufgrund der optimierten Programmierung praktisch im Alleingang, welcher Bohrer eingesetzt wird.

 

Michael Jäckle ist begeistert von der Unterstützung, die er bei der Erstellung seiner Bachelor-Arbeit durch die Kollegen der Hundegger AG erfuhr: „Das war wirklich optimal, ich konnte jeden fragen und alle haben mich nach Kräften unterstützt.“ Fünf Monate lang arbeitete der Informatik-Fan pro Woche ca. zwei Tage bei der Hundegger AG, die Ausarbeitung der 70 Seiten umfassenden Bachelor-Arbeit erledigte er dann am eigenen Schreibtisch.

Schon als 18-Jähriger nahm der Salgener direkt nach seinem Abschluss an der Fachoberschule in Krumbach (FOS) sein Informatik-Studium an der Fachhochschule Kempten auf, nach seinem erfolgreichen Abschluss dort und einigen Monaten als Hundegger-Mitarbeiter hat er sich jetzt entschlossen, an der Universität Ulm das Master-Informatikstudium aufzunehmen.

Die Hundegger AG will diese Kompetenz im Unternehmen halten: Als Werkstudent wird Michael dem Unternehmen auch in den kommenden Monaten treu bleiben. Was dann passiert? „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ich hier meine berufliche Zukunft finde. Entsprechende Gespräche hat es ja schon gegeben...“.

Die 1500 Euro bekam der 22-jährige Informatiker gerade rechtzeitig überwiesen, um sich Winterreifen für sein Auto zu finanzieren. Was übrig bleibt, wird in die neue Wohnung am Studienort Ulm investiert.

Überreicht worden war der „Preis der schwäbischen Wirtschaft“ beim Allgäuer Hochschultag in der BigBox Kempten, Festredner war Wolfgang Dürheimer (58), Chef der Nobelautomarken Bentley und Bugatti, sowie Generalbevollmächtigter der Volkswagen AG für den Bereich Motorsport. Seinen Vortrag stellte Dürheimer unter das Motto „Be extraordinary“ (Sei außergewöhnlich). Zwischen gewöhnlich und außergewöhnlich liege sprachlich nur eine Kleinigkeit, bei Menschen sei dies jedoch der entscheidende Unterschied.

Artikel: Augsburger Allgemeine, 11.02.2017, Redakteur Alf Geiger

 

Top-moderne Abbundmaschine für die Fachhochschule Rosenheim

Neue Hundegger ROBOT-Drive im Labor für Sägewerkstechnik und Massivholzverarbeitung

Strahlende Gesichter an der Hochschule Rosenheim: Mit der Abbundmaschine   ROBOT-Drive der  Hans Hundegger AG verfügt die Hochschule jetzt endlich wieder über die notwendigen technischen Voraussetzungen, um die Studierenden erfolgreich auf modernen Anforderungen von Industrie 4.0 in der holzverarbeitenden Branche vorbereiten zu können. Hans Hundegger ließ es sich nicht nehmen persönlich die neue ROBOT-Drive vor Ort zu übergeben und den symbolischen Startknopf zu drücken. Eine handverlesene Auswahl von Fachkollegen und Experten aus Industrie und Wissenschaft spendeten begeistert Applaus.

 

 

Lange hatte die Hochschule in Rosenheim darauf warten müssen, den Studierenden im Labor für Sägewerkstechnik und Massivholzverarbeitung wieder das bieten zu können, was für eine solide und zukunftsweisende Ausbildung nicht wegzudenken ist: Ein modernes und funktionierendes Abbundzentrum, das den wachsenden Anforderungen  der holzverarbeitenden Branche in der interdisziplinären Ausbildung ebenso gerecht wird wie dem Alltagseinsatz für interne und externe Forschungs- und Entwicklungsprojekte.

 „Mit dieser neuen Maschinentechnik haben wir das Labor auf den Stand der zeitgemäßen Anforderungen gebracht und zu einem modernen, integrierten  Technologie- und Ausbildungszentrum für die industrielle Massivholzverarbeitung und Holzbautechnik weiterentwickelt“, so Laborleiter Prof. Dr. Matthias Zscheile, der sich insbesonders bei Hans Hundegger und Marketingvorstand Walter Fahrenschon für deren persönlichen Einsatz bedankte: „Ohne Sie hätten wir kein funktionierendes Abbundzentrum in Rosenheim. Und ohne Abbundzentrum können wir die Studierenden nicht auf  ein erfolgreiches Berufsleben vorbereiten“, so Professor Zscheile.

Auch Hochschulpräsident Professor Heinrich Köster machte deutlich, wie dankbar seine Hochschule für die Unterstützung durch die Hans Hundegger AG ist. Um ausreichend Nachwuchs für diesen Wirtschaftszweig auszubilden, bedürfe es eines Zusammenspiels aller Akteure im Bereich Holzbau.